Smartes Training – Was ist das?

von Dr. Kornelius Kraus [DS, MA]

Smartes Training verfolgt das Ziel die Trainingswirkung von Übungen und damit des gesamten Trainings erhöhen. Daher ist es für Sportler nicht entscheidend, dass maximal intensiv und umfangreich trainiert wird, sondern optimal.

Auf dem Papier bedeutet SMART demnach den größtmöglichen Trainingsreiz zu setzen, der mit den geringsten physiologischen Kosten einhergeht. In der Praxis interpretieren wir Bewegungsschmerzen oder Verletzungen als akute physiologische Kosten, die wiederum zur Leistungsstagnation bzw.  langfristigen Trainingsausfällen führen.

Wie können wir herausfinden, ob jemand smart trainiert? Nun, in dem man die Ergebnisse kontrolliert und die Leistungen beurteilt und diese in Beziehung zur eingesetzten Trainingsmethodik setzt. Zum Beispiel kann man Boscos Sprungtestbatterie einsetzen, um ein Power- und Reaktivkraftprofile zu erstellen und damit die Anpassungen während des Trainingsprozesses zu prüfen.

Ebenfalls kann man hierzu die generelle physiologische Readiness bzw. funktionalen Anpassungenreserven der aeroben, anaeroben und zentralen Nervenssystem messen. Nach unseren Erfahrungen korrelieren diese mit geringeren Anpassungsreaktionen und erhöhtem Bewegungsschmerz bei hochintensiven Belastungssituationen in Rekonditionierungsprozessen. Was auf dem Papier auf den ersten Blick sehr einfach scheint ist in der Praxis keineswegs sehr einfach. Aber genau hierin liegt der besondere Reiz dieser Aufgabe.

Mehr zu diesem Thema folgt in den kommenden Wochen.

DER AUTOR

KORNELIUS KRAUS. Seit 2006 betreut und berät Kornelius Kraus Nachwuchssportler, Athleten und Trainer. Für sie bereitet der Sportwissenschaftler und Trainer wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah auf. Zudem gibt er Trainings in Athletic Therapy, Functional Training und Strength and Conditioning. Überdies erforscht er Methoden zu Steigerung der sportlichen Leistung und Verletzungsminimierung.

Kornelius Kraus Speaker auf dem Sportdata & Performance Forum in Berlin

Kornelius-Kraus-Training_Science-for-SportsVom 23. bis 24. November findet das internationale Sportdata & Performance Forum in Berlin statt. Experten vom English Institute of Sport, der DFL oder Real Madrid haben bereits auf dem Forum referiert.

In Berlin präsentiert Kornelius Kraus zum Thema Athletic Readiness und dem Timing von Trainingsreizen.

TRAINING DENKEN – Ready für das nächste Training?

by Kornelius Kraus [DS, MA]

PROathlete-Paul-BobingerHeute zeigen wir anhand von einem Beispiel wie man vorhandene Anpassungsreserven einschätzen kann. Im vorletzten Blog haben wir die Superkompensation besprochen. Um langfristige Anpassungen zu erreichen müssen Athleten nicht immer maximal erholt sein, sondern optimal.  Konkret meinen wir damit, dass für den gewünschten Trainingsreiz genügend Reserven vorhanden sein müssen. Daraus ergibt sich die Frage, woher ich weiß, ob genügend Anpassungsreserven vorhanden sind. Die Antwort darauf ist sehr einfach – MESSEN.

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